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Segeltörn 5.6. - 14.6.2010 Ionisches Meer Fahrgebiet Ionisches Meer Schiff Thalassa – Bavaria 39 Bj. 2007 5.6.2010 Die Anreise von Stuttgart ist wie immer problemlos und schnell, wir kommen um 22.15 Uhr Ortszeit am Flughafen Prevezza an. Dort erwartet uns schon der Fahrer von IYC und setzt uns nach 20 Minuten Fahrzeit am Stadthafen Lefkas, vor den Liegeplätzen der IYC ab. Trotz der späten Stunde erwartet uns Maria Ramisch bereits und begrüßt uns herzlich. Wir vereinbaren die Schiffsübergabe auf den kommenden Morgen zu verschieben, und bringen unser Gepäck unter Deck und beziehen die Kojen. Der vorbestellte Proviant ist auch schon im Kühlschrank und unter Deck gebracht. Damit können wir entspannt und hungrig uns in die Stadt zum Abendessen begeben. 6.6.2010 Nach der Schiffsübergabe und einem sonnigen Frühstück mit frischem Brot aus der Bäckerei an Deck, erfolgt die obligatorische Sicherheitseinweisung und Aufteilung der Aufgaben für die 5 Mann und 1 Frau starke Crew. Danach legen wir ab, lösen uns von der Mooring und fahren durch den teilweise engen aber gut ausgebauten Kanal in Richtung Süden. Am Ende des Kanals öffnet sich die breite Bucht Ormos Dhrepanou und wir nehmen mit Kurs 167° und Wind aus SW Fahrt in Richtung Skorpios auf unserem ersten Badestopp auf unserem Törn. Die Insel die sich im Privatbesitz befindet darf nur bestaunt aber nicht betreten werden. Ankerplätze liegen an der Südküste. Dort befindet sich auch eine kleine sandige Landzunge an der man östlich auf 6-12 m sandigem Grund ankern kann. Nach einem kurzen Aufenthalt geht es mit SW 3 und Kurs 210° und nach 2,5 sm mit 180° in die Meerenge Stenon Meganisiou zwischen Meganisi und Lefkas, eine der schönsten Passagen im Ionischen Meer, hindurch unserem Tagesziel Sivota entgegen. Die letzen 3 sm fahren wir unter Motor da der Wind inzwischen genau aus Westen kommt und wir mit Kurs 270° aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ein Kreuzen vermeiden wollen. Um 17 Uhr erreichen wir die Einfahrt zur Bucht Ormos Sivota, die erst beim näher kommen zu sehen ist. Wir fahren ein und finden unseren Liegeplatz mit Buganker und Heckleinen am südlichen Teil der Kaimauer. Dort liegen wir sicher und erwarten eine ruhige Nacht an Bord. Die Versorgung mit Wasser erfolgt über Automaten am Kai, Storm war nicht zu bekommen, Lebensmittel im Supermarkt. Duschmöglichkeiten werden von den Tavernen kostenlos angeboten wie auch 1 bis Liter Wein wenn man sich entschließt dort auch zu essen. Die Konkurrenz am Kai ist eben groß. 7.6.2010 Nach der schon erwähnten ruhigen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück an Bord, die Eier müssen weg, heißt es Anker auf, am Ende der Bucht geht es mit SW 2 auf Kurs 165° dem ersten Stopp der Nisos Arkoudhi entgegen. Nach zwei Stunden erreichen wir an der Südseite eine kleine Bucht in der man auf Sand sehr gut ankern kann. Da uns unser heutiges Ziel Assos auf Keffalonia noch einige Seemeilen abverlangt geht es nach einer Stunde mit Kurs 248° weiter. Wir merken aber schnell dass entgegen der Vorhersage der Wind eben stur aus dieser Richtung bläst und sich nicht ändern wird. Anfängliches Kreuzen muss einer Kurskorrektur und damit einer Zieländerung weichen. Wir entschließen uns deshalb bei Erreichen der Steno Ithakis, der Meerenge zwischen Keffalonia und Ithaka das Tagesziel nach Phiskardo zu verlegen. Das gibt uns Gelegenheit mit halben Wind der Stärke 3-4 einen Abstecher in die Polis Bucht zu unternehmen, der weiten Bucht an der NW-Küste Ithakas, und ankern vor dem Strand auf 10 m Tiefe. Der Wind frischt weiter auf und steht genau in der Bucht, kein sehr gemütlicher Aufenthalt. Nach einer guten Stunde heißt es deshalb Anker auf mit Kurs auf Phiskardo einem Hafen der bei allen Winden einen sicheren Schutz bietet. Die Ansteuerung von SO ist einfach, man erkennt die neuen Häuser und die Einfahrt bereits von weitem. Die normalen Liegeplätze an den Kai´s und Stegen sind belegt, wir müssen uns an die Nordseite mit Buganker und zwei Landleinen legen. Mit dem Dingi überbrücken wir die wenigen Meter zur felsig steilen Küste und marschieren über einen kleinen felsigen Weg zur Taverne Nikolas, wo wir das Angebot zum Duschen und anschließendem Abendessen gerne annehmen. Von der Rechnung sind wir allerdings enttäuscht, bei mäßiger Qualität überhöhte Preise, die höchsten auf dem gesamten Törn. Beim nächsten Mal geht man einige hundert Meter weiter und trifft dann auf eine breitere Auswahl an Tavernen. 8.6.2010 Nach unserer Routenänderung geht es heute weiter nach Sami einer weiten Bucht im NO von Keffalonia. Beim aufholen des Ankers kommen wir in die Kette unseres Nachbarn, die sich wohl von uns am Abend nicht erkennbar mit unserer gekreuzt hatte. Mit einer Hilfsleine und einem sich lösenden Haken machen wir uns frei und gehen auf Kurs 160° bei SW 2 in Richtung Sami. Die 12 sm lassen wir schnell hinter uns und fahren kurz nach Mittag erreichen wir Sami. Die Ansteuerung von N ist einfach, das zweigeschossige Gebäude am Kai ist gut auszumachen. Wir fahren in den Haupthafen und machen an der westlichen Pier vor Buganker und Heckleinen fest. Wasser und Strom ist nicht zu bekommen, wir sind aber noch ausreichend versorgt. Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in Hülle und Fülle. Beim Ankern merken wir dass sich an der Fernsteuerung ein Defekt einschleicht, die Steuerung setzt immer wieder aus. Den Badestopp haben wir heute auf den Nachmittag verlegt, wir mieten uns in der Stadt zwei Strandbuggys und ein Quad und fahren zum nahegelegenen Traumstrand in die Bucht von Ormos Andisamos, mit Kiesstrand und herrlichem Wasser, das uns allerdings etwas frisch vorkommt. Wir wollen die Ankersteuerung noch mal überprüfen, mit dem Ergebnis dass sich leider gar nichts mehr bewegt. Ein Sicherungstausch bringt nichts, es bleibt Handarbeit und der Anruf bei Maria in der Basis von IYC. Mit ihr vereinbaren wir einen Service Termin bei unserem nächsten Etappenziel Kioni auf Ithaka. 9.6.2010 Anker auf, mit Muskelkraft und Kurbel, Frühsport am Morgen ist immer gut. Wir legen ab und nehmen Kurs auf zum nächsten Stopp nach Pera Pigadi im NO von Ithaka. Mit raumen Wind geht es nach verlassen von Sami auf 90° etwa 6 sm nach Osten, weiter auf 45° bis zum Leuchtfeuer Ay. Ioannis, um danach auf Kurs 292° die schmale Einfahrt zwischen Pera Pigadi und dem Festland zu treffen. Da der Wind bisher nur mit 1-2 blasen will gib uns das die Gelegenheit unterwegs das Dingi auszubringen um einige Fotos unserer Thalassa von See aus zu schießen. Am kleinen Steg von Pera Pigadi ist ein Platz von zweien noch frei, wir machen fest und gehen baden. Danach geht es weiter mit Kurs auf Kioni im NO von Ithaka. Der Wind frischt auf und bei 17 kn aus NW legen wir die Distanz nach Kioni schnell zurück. Da wir uns erst um 17 Uhr mit dem Monteur verabredet haben, gibt uns das noch Zeit bei dem Wind vor Kioni zu kreuzen. Die Ansteuerung ist wieder einfach, die Ruinen der drei Windmühlen und die weißen Häuser am Hang sind leicht auszumachen. Die Plätze am Kai sind wieder alle belegt, ob das wohl an der Flottille liegt die uns seit Tagen verfolgt? Wir vermuten das. Wir begeben uns in den westlichen Teil der Bucht, bringen das Dingi aus und nehmen unseren Monteur an Bord. Die Ankersteuerung wird kurzgeschlossen, wir ankern und legen zwei Landleinen, da Fallböen immer wieder in die Bucht stehen. Nach dreißig Minuten ist die Fernsteuerung wieder klar. Das ist der Service von IYC auf den man sich verlassen kann. 10.6.2010 Am morgen holen wir den Anker auf und legen uns an den mittlerweile sich leerenden Kai, tanken Wasser auf, laden Akkus und machen Besorgungen. Heute Abend soll am Strand gegrillt werden, mit frischen Zutaten versteht sich. Wir wollen heute die Seiten wechseln und nehmen Kurs auf Kalamos nahe der Festlandsküste. Als Zwischenstopp liegt die One House Bay auf der Insel Atakos auf unserem Kurs von 75° Nach einem anfänglich lauen Lüftchen legt der Wind ordentlich zu und auf Raumschotkurs erreichen wir tatsächlich im Osten der Insel eine Bucht mit einem Haus. Wir ankern auf 6m Sand und baden im türkisfarbenen Wasser. Der Wind aus NW nimmt weiter zu 18kn ++ wir setzen vorsichtshalber ein Reff und eilen dem Tagesziel Port Leone auf Kalamos entgegen. Heute ist schönstes Segelwetter. Wir ankern in der Bucht, haben starken Windeinfall der erst ungewöhnlich spät nachlässt. Wir sichern die Thalassa mit Landleinen und Spring ab. Zwei ausgebildete Pfadfinder kümmern sich um eine sichere Grillstelle, inzwischen bereiten wir den griechischen Salat, Hühnchenbrust und Hamburger vor. Auf trockenem Olivenholz gegrillt schmeckt das richtig lecker. Nachdem das Feuer gelöscht ist schläft der Wind ein, die Crew wenig später. 11.6.2010 Heute geht es zurück nach Meganisi. Zum Baden wollen wir in eine der nordöstlichen Buchten einlaufen. Beim näher kommen entscheiden wir uns für Ormos Ambelaki und ankern in der mittleren Bucht auf 8m im Sand. Wieder herrliches Wasser, Badespaß pur. Unser Tagesziel Spartochorio, Ormos Spilia ist nur einen kurzen Schlag weit entfernt, wir legen am Schwimmsteg der Taverne Porto Spilia an. Mit Mooring und zwei Heckleinen ist das ideal hier. Yachten von IYC sind dort gern gesehene Gäste. Hier haben wir auch Strom, Wasser, Duschen und sehr gutes Essen. Nicht zu vergessen natürlich auch eine Leinwand für das Spiel Deutschland – Australien. Am Morgen gibt es frisches Brot und ein kleines Sortiment an Lebensmitteln um die Vorräte aufzufüllen. 12.6.2010 Wir legen erst gegen Mittag ab, das Tagesziel heißt heute Stadthafen Lefkas, ein Teil der Crew wird uns heute verlassen und zurückfliegen. Die Flüge nach Stuttgart mit Airberlin gehen erst spät abends und so haben wir noch den ganzen Tag vor uns. Wir verlassen Porto Spilia und versprechen morgen wieder zu kommen um uns das Dorf Spartachori anzusehen. Als Zwischenziel wollen wir uns Nidri und die Tranquil Bay ansehen, es geht vorbei an Skorpios, der Wind frischt wieder auf 4 – 5 auf. Die Tranquil Bay ist gar nicht so ruhig wie der Name verspricht, eine Menge Schiffsverkehr. Wir fahren bis ans Ende, drehen, nehmen Gegenkurs und verlassen die Bucht auf Kurs 35° in Richtung Leuchtfeuer Ak. Kefali in der Bucht Ormos Dhrepanou. Inzwischen hat der Wind aus NW 23 kn + erreicht, wir ankern zumindest etwas geschützt auf 4 m Sand und genießen noch mal das kristallklare Wasser. Danach geht es weiter in Richtung Kanaleinfahrt, der Wind hat noch 18 kn. Vor den beiden ersten Tonnen am Kanal bergen wir die Segel und motoren die letzten Seemeilen und legen an der Kaimauer an. Drei Crewmitglieder verlassen uns nach einem Abendessen im Lighthouse. 13.6.2010 Unser Kurs steht heute noch mal in Richtung Spartachori, vorher wollen wir in der Bucht Ormos Dhesimo für unseren täglichen Badestopp ankern. Nach dem Kanal geht es auf Kurs 165° in Richtung Sparti, danach zwischen den Inseln Sparti und Skorpios hindurch und auf Kurs 180° und zwei Seemeilen weiter um dann in die Bucht einzulaufen. Der Anker hält erst beim dritten Versuch, man muss zwischen Sand und Gras die richtige Stelle treffen. Nach dem erfrischenden Nass verlassen wir die Bucht und kreuzen vor Skorpios bei wenig Wind. Wir laufen am frühen Nachmittag in Porto Spilia ein und freuen uns schon auf den gestern frisch gefangenen Schwertfisch. Der Aufstieg zum kleinen Dörfchen Spartachori ist schweißtreibend lohnt sich aber. Die engen Gassen und kleinen gepflegten Häuser am Hang sind die Mühe wert. Oben angekommen wird man mit einer herrlichen Aussicht auf die Bucht und das glänzende Meer belohnt. 14.6.2010 Der nächste Morgen ist auch für uns der letzte Tag auf See. Von Spartachori aus geht es Richtung NO in die Bucht Ormos Kapali wo uns vor Anker liegend das warme, klare Wasser zum Baden einlädt. Der Wind will heute nicht so richtig in Gang kommen, bei SO mit 1-2 segeln wir entspannt dem Kanal entgegen und machen am frühen Nachmittag in Lefkas fest. Unser Schiff wird für die Abnahme vorbereitet, ein Taucher sieht sich Unterwasserschiff und Schraube auf Beschädigungen an, wir packen schon mal zusammen. IYC gewährt den Crews noch eine letzte Übernachtung auf dem Schiff, bevor man am Morgen nach der Rückgabe des Schiffes an Land geht. Unser Törn war erlebnisreich, entspannend und herausfordernd, also alles was man als Segler so schätzt. Das Schiff, die Betreuung vor Ort und der Service auf der Reise waren dank Maria Ramisch wieder einmal sehr empfehlenswert, die Buchung über Anette Heinrich in Deutschland wie immer professionell. Das Fahrgebiet und die Häfen einladend, das Ankern und Übernachten in den Buchten unkompliziert. Die Liegeplatz- und Hafengebühren mit 1,80 € auf der gesamten Reise zu vernachlässigen. Unser Törn war erlebnisreich, entspannend und herausfordernd, also alles was man als Segler so schätzt. Das Schiff, die Betreuung vor Ort und der Service auf der Reise waren dank Maria Ramisch wieder einmal sehr empfehlenswert, die Buchung über Anette Heinrich in Deutschland wie immer professionell. Das Fahrgebiet und die Häfen einladend, das Ankern und Übernachten in den Buchten unkompliziert. Die Liegenplatz- und Hafengebühren mit 1,80 € auf der gesamten Reise zu vernachlässigen. Wir verbrachten noch ein paar Tage im 2** Hotel Odyssey in Agios Nikitas, einem kleinen, schönen Dorf in einer Badebucht auf der NW Seite von Lefkas und lassen den Urlaub langsam ausklingen. Wer es luxuriös haben möchte kann oberhalb der einsamen und nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbaren Bucht Milos etwas weiter im Süden ein Haus für einsame Stunden mieten. Unser Favorit für den nächsten Urlaub sind die Ferienhäuser von Maria in Agios Ioannis wie man hier schon mal sehen kann http://www.ionian-dream-villas.com/index.php . Wir freuen uns schon auf den nächsten Törn. |
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