die 3 könige

Zanzibar und Tanzania

Tanzania_flagunser ziel in diesem jahr hieß sansibar genauer gesagt die hauptinsel unguja in diesem archipel vor der ostküste afrikas. denkt man an sansibar steigt uns der duft von nelken, muskatnuss und pfeffer in die nase. wir allerdings rochen erstmal diesel und schweiß als wir auf dem fährschiff von dar es salaam nach stonetown, der hauptstadt der insel fuhren. im hafen von stonetown strecken sich dem touristen hundert schwarze hände entgegen um das gepäck zu tragen und jeder dieser helfer kennt den günstigsten tarif für die taxifahrt zum hotel. wir hatten diese reise wieder über das internet zusammengestellt und uns für das hotel pajebynight an der ostküste entschieden. abseits vom touristentrubel an einem der schönsten strände der ostküste, direkt bei dem kleinen fischerdorf paje. vom hafen brachte uns unser fahrer isa, auch mr. nice genannt, durch die einreisekontrolle zum wagen der uns nach einer stunde fahrzeit am hotel absetzte. das pajebynight ist eine kleine bungalowanlage mit 19 zimmern unweit eines weißen sandstrandes. das hotel steht unter italienischer leitung nachdem der deutsche boris v.E. die leitung im juni 2002 abgegeben hat. empfangen wurden wir von ursula, dem guten geist des pajebynight. die bungalowzimmer sind in verschiedenen kategorien zu buchen , unser zimmer hatte in der komfortausstattung auch warmes wasser zu bieten. die zimmer sind einfach und zweckmäßig eingerichtet, einige davon werden noch renoviert. im pajebynight fällt die ungezwungene atmosphäre auf die man gerne annimmt. die internationalen gäste bestehen wie überall auf der insel zu einem guten teil aus italienern. breakfast, lunch und dinner werden im freiluft-restaurant unter dem großen palmendach eingenommen. morgens gibt es meist frisch gebackene brötchen, obst, eier und pancake. der kaffee schmeckt, mal dicker mal dünner, ganz lecker ist auch der spicetea der seinen würzigen duft verströmt. die lunchkarte enthält diverse sandwiches, pizza, pasta und burger. auch wenn man faulenzt kommt der kleine hunger ganz sicher. besonders gemütlich wird es am abend, wenn die gäste sich zum gemeinsamen dinner treffen. die küche ist landestypisch bis international mit viel frischem fisch, das 3-gang menu war stets von sehr guter qualität und wirklich lecker. der preis von 6 € rechtfertigt einen besuch der bar vor oder nach dem essen um einen der feinen cocktails zu geniessen. oder man vertreibt sich die zeit vor dem dinner bei einem spiel mit gästen oder den sansibari. in der bar läuft den ganzen tag wohl der beste musik-mix der insel.

im hotel kann man über isa oder seinen bruder haji einige ausflüge organisieren lassen wie etwa die interessante spicetour zur einer gewürzplantage, einer fahrt nach stonetown oder eine bootsfahrt zur südspitze um zusammen mit delfinen im meer zu schwimmen. eine padi tauchschule nebenan bietet bootstauchgänge und schnorcheltrips zum riff an. während unseres aufenthalts machten wir nur zwei tauchgänge, da die sicht schlecht war und das wasser aufgrund von regenfällen und stürmischer see voller schwebeteilchen war. trotzdem lohnen sich die diversen spots wenn das wetter mitspielt. zur tauchbasis selbst ist zu sagen dass hier geldverdienen an erster stelle steht. es wird kein tauchbrevet verlangt, kein nachweis über ausbildung und tauchgänge. die ausrüstung war auch nicht im besten zustand. in meinem fall waren da zwei abblasende lungenautomaten ohne die chance das abzustellen und ein finimeter der plötzlich von 100 auf 50 bar sank, sodass eine zügige umkehr und auftauchen angesagt waren. ein doppeltauchgang schlägt mit 65 us$ zu buche, da sollte die ausrüstung schon in ordnung sein.

am feinsandigen naturstrand dessen sand sicher auch für eieruhren taugen würde herrscht wenig trubel. ein paar gäste auf den handtüchern, einheimische kinder spielen fussball oder suchen bei ablaufenden wasser im sand nach kleinen muscheln fürs mittagessen. geschäftstüchtige sansibari bieten motorräder und massagen an, verkaufen tücher und souveniers und versorgen die faulenzer auch mal mit einer kokosnuss. der durchwegs anhaltende wind hält die temperaturen im angenhemen bereich und lädt zum surfen und kiteborden ein. die ostküste unterliegt einem starken gezeitenwechsel der das wasser weit nach aussen zieht. die wassertemperatur ist ideal zum schwimmen, das wasser ist klar und schimmert türkisfarben in der sonne. palmen am strand lassen auch den rückzug in schattige abschnitte zu. aber bitte aufpassen und nach oben sehen, eine kokosnuß aus dieser höhe kann unangenehme folgen haben und den urlaub erheblich verkürzen.

unseren sansibar aufenthalt haben wir für 5 tage unterbrochen um in tansania eine safari in den tarangire nationalpark zu starten. unser ausgangspunkt in tansania war arusha im norden. die safari haben wir auch über das internet gebucht. nach einigen recherchen haben wir uns für paradies safaris entschieden und über die managerin hildegard keil uns ein programm für 3 tage zusammenstellen lassen. hildegard bietet verschiedene routen, vom einfachen camping bis zur lodge in verschiedenen parks ebenso an, wie besteigungen zum kilimajaro. eine ausführliche routenbeschreibung kann man am ende downloaden. in unserem landrover waren wir vier teilnehmer, fahrer und koch. unsere mitfahrer hatten sich für die campingvariante entschieden, wir versuchten es mit einer lodge. die fahrt durch den park bescherte uns allen unvergessliche begegnungen mit allen tierarten und dank der wachen augen unseres fahrers gelang es auch löwen und leoparden zu beobachten. das bildmaterial in der diashow am ende erübrigt weitere beschreibungen. am letzten tag besuchten wir noch den arusha national park mit einer übernachtung in der momella lodge, dort wo hardy krüger hatari drehte. dieser park zeigt sich im gegensatz zu der savannenlandschaft des tarangire mit einer üppigen, grünen vegitation, tausenden von flamigos und einigen hippos (flusspferden). von dort aus kann man mit etwas glück den gipfel des kilimanjaros mit seiner eis- und schneekuppe bewundern. nach einem letzten abend in arusha flogen wir nochmal auf die insel zurück um wieder sonne zu tanken und die etwas kühleren temperaturen der bis auf 2000m gelegenen parks auszugleichen.

die einheimische bevölkerung auf sansibar ist durchweg arm, wer ein fahrrad besitzt dem geht es gut, mit einer vespa gehört man schon zur mittelschicht. da bleiben dann die bettelnden kinder am strand nicht aus, wobei wir den eindruck hatten, die frage nach dem geld diente eher zur kontaktaufnahme. der erfahrene reisende wird nichts geben, besser man bringt buntstifte, papier oder schulhefte mit, die man über die schule im dorf verteilen lassen kann. je näher man stonetown kommt, desto öfters sieht man an den lehm- und steinhütten das irgendetwas verkauft wird. obst, gemüse, brennholz und holzkohle, eine werkstatt für fahrräder oder die sammelstellen für das seegras, das von den frauen in seegrasgärten weit draussen am strand gepflegt und geerntet wird. jeder scheint hier ein unternehmer zu sein, jeder betreibt hier irgendeinen handel. in stonetown lohnt sich ein ausgedehnter spaziergang durch die schmalen, engen gassen in denen unzählige läden, hotels und restaurants, internetcafes und alle möglichen märkte angesiedelt sind. stonetown zählt seit 1988 zum weltkulturerbe der unesco. hier ist dann auch das teuere sansibar, die preise für hotels und taxi haben europäisches niveau, im gegensatz zu unserem abschnitt an der ostküste wo man für seine schillinge ein gutes preis-/leistungsverhältnis antrifft. unsere zeit auf sansibar und die angeschlossene safari sind für uns unvergessene tage gewesen, eine empfehlung an alle die einen nicht ganz alltäglichen urlaub im schwarzen kontinent verbringen möchten. unser besonderer dank geht an das pajebynight team, an ursula, an hildegard von paradies safaries, an unsere mitfahrer tanja und achim und an isa und haji die pechschwarzen, guten geister und ihrem motto - hakuna matata ...

nachtrag aus 2004

nach einem bericht von bekannten, die das hotel ende 2003 besucht hatten geht hervor, dass das neue management die betreuung und insbesondere auch die küche umgestellt hat, sodass es eventuell zu einem veränderten Konzept geführt hat. die neue Homepage sieht dennoch gelungen aus. es gibt natürlich auch noch andere, kleine und feine unterkünfte, die teilweise auch von privatpersonen geführt sind. dort ist der wohlfühlfaktor garantiert.


 

offizielle seite von sansibar

routenbeschreibung tarangire park

hompepage hotel pajebynight

homepage paradies safaris

 

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