Ägypthen 2000

Was macht man mitten im August in Ägypten … Tauchen, tauchen, tauchen natürlich. Manche liegen auch am Strand, lassen sich vom warmen, umherfliegenden Sand die noch roten Körper massieren oder liegen am Pool und lauschen dem Geschrei der Kinder.

Wir nicht! Wir sind hier um zu tauchen und haben eine Zeit erwischt wo es noch nicht ganz so überlaufen ist. Wir haben uns für Safaga entschieden, noch etwas ruhiger als in und um Hurgahda aber auch hier werden immer mehr Tauchtouristen erwartet.

Wir sind ins Shams Safaga gezogen, einem Hotel direkt am Sandstrand mit eigener Tauchschule. Ein Tauchpaket haben wir bereits in Deutschland gebucht, das spart uns wie wir vor Ort sehen doch ein paar Mark.

Das Shams hat einen ordentlichen Service, die Verpflegung in Buffettform artet manchmal in Schlangestehen aus. Aber das kennt man und bringt Geduld mit.

Doch jetzt zum Tauchen. Die Tauchschule im Hotel steht unter deutsch/arabischer Leitung und ist gut geführt. Die angebotenen Ausfahrten werden auf drei Booten organisiert die schon mal wieder einen neuen Anstrich vertragen würden. Die Routen gehen je nach Wetterlagen entweder an das Innen- oder Außenriff. Auch in unserer ruhigen Zeit kommen 10-15 Taucher an Bord zusammen, da sucht man sich am besten schnell ein schönes Plätzchen auf dem Boot. Leider haben sich zu unserer Zeit die angefahrenen Spots mehrmals wiederholt, bzw. wurden durch den Kapitän kurzfristig geändert.

Über Fische und Korallen im Roten Meer wurden bereits Bände geschrieben, deshalb verzichten wir an dieser Stelle darauf. Der spektakulärste Tauchgang war sicherlich die Fahrt zur Salem Express. An diesem Tag hatten wir das Glück einer fast spiegelglatten See, so daß wir direkt über dem Wrack festmachen konnten und die Salem in 30m Tiefe liegen sahen. Nach einem ausführlichem Briefing war uns bewußt an welchem Ort wir waren und alle wurden etwas stiller. Wir wußten dass wir einen Friedhof besuchten. Der Tauchgang war faszinierend schön, die Sicht unbeschreiblich, es war für Taucher ein Glückstag. Bei einem zweiten Tauchgang Tage später war alles anders. Die See aufgewühlt und es waren bereits mehrere Boote an der Salem so daß unter Wasser ein reger Verkehr herrschte. Dieser Besuch war mit dem ersten nicht zu vergleichen.

Bei Ganztagesausflügen empfiehlt sich das Mittagessen an Bord, die einfache arabische Küche ist besonders zu empfehlen. Und den Preis den die Besatzung verlangt ist sicher in Ordnung.

Noch einige persönliche Anmerkungen zur Basis. 

Man sollte sehr genau auf seine Ausrüstung achten, es kann passieren, dass unachtsame Kollegen Teile verwechseln oder das zusammen suchen was gerade gebraucht wird. So fehlten einen Tag meine Flossen, am nächsten Tag war der Anzug meines Sohnes verschwunden und hing am Abend nass im Dryroom. Die Brille eines Kollegen war zwei Tage weg und tauchte dann wieder auf. Es ist lästig kurz vor Abfahrt festzustellen daß das Equipment nicht mehr komplett ist.

Alles in allem war es ein schöner Urlaub mit sehr guten Tauchplätzen und vielen netten Leuten

Das Shams Safaga und weitere Infos...

Reiseführer Rotes Merr gibt es hier...

die 3 könige